Durch eine Gesetzesreform sind Einzelübernachtungen sowie Kosten für Meetings und Reisegruppen bald nicht mehr in allen Fällen von der Umsatzsteuer absetzbar. Wie bleibt man trotzdem im Budgetrahmen?

 

Die Zeiten, in denen deutsche Hotelbuchungsplattformen die Einkäufe von Reiseleistungen umsatzsteuerlich verrechnen konnten, gehören bald der Vergangenheit an. Das bedeutet konkret: die Reisekosten werden für den Endkunden ab dem 1. Januar 2020 um 7 oder gar 19 Prozent steigen – eine zusätzliche Belastung für das Reisebudget! Insbesondere für Travel Manager oder MICE-Unternehmer verheißt die bevorstehende Gesetzesnovelle aber nicht nur eine erhebliche Kostensteigerung. Durch die Anpassung der deutschen Steuergesetze an EU-Recht entfallen weitere Sonderregelungen.

 

Auch die Rechnungsstellung wird vom Kopf auf die Füße gestellt: Wo der Vermittler die einzelnen Reiseleistungen bisher als Paket in Rechnung stellen konnte, wird zukünftig eine detaillierte Rechnung über die Einzelleistungen fällig. Außerdem wird die Rechnungslegung noch zusätzlich erschwert, wenn die Marge zum Zeitpunkt der Abrechnung noch nicht feststeht, etwa weil einem Reisebüro nachträglich Rabatte eingeräumt werden. „Ein Mehr an Unklarheiten geht nicht“, heißt es bereits aus der deutschen Steuer-Fachbranche. Bis zum 1. Januar 2020 bleibt aber Zeit, sich auf die bevorstehende Neuerung vorzubereiten. Welche Lösungen bieten sich an?

 

Ein wichtiger Ansatz ist die enge Vernetzung von Lieferanten und Einkäufern. Wer den drohenden Verlust der Vorsteuer abwenden will, ist im B2B-Geschäft zukünftig um so mehr auf kommunikative Abstimmung angewiesen. Ein mögliches Lösungsmodell bietet die Geschäfts-Koordinierung durch einen Abwickler [wie Itelya], der das gesamte Handling übernimmt, die Rechnungslegung verifiziert und im Zahlungsmanagement per virtueller Kreditkarte ausschließlich als Bevollmächtigter zwischen Hotel und Endkunde auftritt. So ist für eine reibungslose Rechnungslegung gesorgt und zugleich der Vorsteuerabzug und damit das Reisebudget gesichert!

 

Alternative Lösungen gerade für großvolumige Accounts können Dienstleister anbieten, die für den Kunden in Vorleistung treten und die Leistungen inklusive der Rechnungsbelege turnusmäßig pauschal abrechnen. Hier gilt es allerdings, den höheren personellen und buchhalterischen Aufwand zu beachten, der die Überprüfung von Transfergeschäften durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit sich bringen kann. Welche Lösung im Einzelfall passend ist, sollte jeder Travel Manager spätestens bis zum Jahreswechsel 2019/ 2020 geklärt haben.

 

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